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PRESSEMITTEILLUNG 03.04.2020 /// Wie geht es dem E-Werk?

Liebe Freund*innen,

wenige Wochen nur sind vergangen, seit auch in Deutschland die Coronakrise mit allen ihren Konsequenzen angekommen ist. Bei uns im E-Werk wurde der Ernst der Lage – wie wahrscheinlich bei Vielen von Euch auch – schrittweise klar: Hieß es zunächst nur, Veranstaltungen über 1000 Gästen abzusagen, schien das Ganze für uns zwar herausfordernd aber ganz gut machbar. Ein paar Tage später  kamen dann auch die weiteren Veranstaltungen bis 500 Gäste dazu. Parallel begannen auch schon Künstler*innen, ihre Touren abzusagen, oder zu verlegen.
Unser Telefon stand von diesem Moment an nicht mehr still und für uns alle begann eine emotionale Berg- und Talfahrt: Auch unter normalen Umständen hat das Booking von Konzerten und Planen von Veranstaltungen immer mit viel Unsicherheit, Abwarten, Hoffen und Bangen zu tun. Wir geben Angebote für Bands ab, einigen uns auf Deals, reservieren Termine, warten lange auf eine Bestätigung und so weiter. Wenn diese dann kommt ist das oft ein sehr schöner Moment. Ein lautes >>Yeah<< hallt dann auch mal durch das Büro der Programmabteilung...
Jetzt ist durch die Krise unsere monatelange Arbeit innerhalb von einer Woche einfach wie weggewischt. Die Zukunft ungewiss, alle schönen Veranstaltungen, alles, was wir täglich mit Herzblut machen, nicht mehr vorhanden. Stattdessen ist unser Haus, wo sonst das Leben tobt, still und leer. Alle Kolleg*innen im Homeoffice, keine Künstler*innen im Backstage und auf der Bühne. Keine Besucher*innen die im Saal bei einer Party feiern und tanzen, kein Essen und Trinken in der Kellerbühne. Keine Filme im Kino, keine Gruppen und Initiativen, die sich treffen und austauschen. Und und und. Gähnende Leere.
Was zunächst ein bißchen wie ein Dornröschenschlaf klingt, birgt für uns alle viele Sorgen: Da nicht klar ist, ob und wann es weiter geht, viele Kosten aber dennoch weiter laufen, steht auch für das E-Werk, wie für viele andere dieser Zeit, die Existenz auf dem Spiel. Wirklich angekommen ist das bei vielen Leuten aber noch nicht. Oft hören wir in letzter Zeit den Satz: "Ihr als E-Werk, Ihr seid doch sowieso städtisch und müsst Euch keine Sorgen machen." Da sind leider Viele falsch informiert. Obwohl wir als gemeinnützig arbeitende Institution einen Zuschuss von der Stadt Erlangen erhalten, müssen wir jedes Jahr um die 80 Prozent selbst erwirtschaften, damit wir weiter bestehen können.
Dass der Kulturbereich niemanden reich macht, war auch schon vor der Krise klar. Jetzt hat sich die Situation aber noch verschärft: Seit vielen Jahren kämpfen wir ja schon darum, die Mitarbeiter*innen, deren Lohn immer noch deutlich unter Tarif liegt, fairer bezahlen zu können. Nun, da das E-Werk gezwungen ist, Kurzarbeit für alle einzuführen, wird die Lage für viele E-Werk Mitarbeiter noch prekärer, wenn nicht sogar existenzbedrohend. Hier versuchen wir aktuell, die besonderen Härtefälle abzufedern und uns besonders um Kolleg*innen, die bei einer Kürzung auf 60 Prozent des Lohns unter die Hartz-4-Grenze rutschen würden, zu kümmern.
Neben der Kurzarbeit mussten wir auch sehr schnell einen kompletten Ausgabestopp für das ganze Haus beschließen. Daher können wir nur noch Geld ausgeben, wo es unabdingbar ist. Beispielsweise, wenn etwas Wichtiges im Gebäude kaputt geht oder für laufende Verträge, die nicht stornierbar sind. Und auch wir alle sind angehalten, nur das Allernötigste zu arbeiten, damit möglichst wenige Personalkosten entstehen. Wir halten zusammen. Es ist gerade für niemanden leicht, aber wir alle möchten, dass es für das E-Werk nach Corona weiter geht! Ob die Sparmaßnahmen ausreichen, um das E-Werk über die Krise hinweg zu retten, ist noch nicht absehbar und wird auch zu einem großen Teil davon abhängen, wie lange Veranstaltungen noch ausfallen müssen.
Doch darüber, dass die Schließung die einzig sinnvolle Möglichkeit war, um vor der schnellen Ausbreitung des Coronavirus zu schützen, sind wir uns einig. Umso mehr freuen wir uns schon jetzt auf den Moment, wenn die Türen sich wieder öffnen und das kulturelle Leben endlich wieder beginnen kann! Auch in Bezug auf das für Juli geplante Open Air „Kulturinsel Wöhrmühle“ sind wir noch vorsichtig optimistisch. Wir tun alles, um das Haus am Leben zu erhalten und den Betrieb sobald es wieder ungefährlich möglich ist, so schnell es geht hochfahren zu können. Und wir träumen schon jetzt von  vielen wundervollen Abenden, bei denen wir alle ausgelassen gemeinsam mit Euch  im Publikum stehen und das Ende der Krise feiern.  Das gibt uns Kraft und Hoffnung.
Wir fühlen auch mit allen Künstler*innen, Veranstalter*innen und sonstigen Betroffenen, die wie wir gerade kämpfen müssen. Es wird eine Zeit nach der Krise geben. Und wir hoffen sehr, dass es dann Kunst und Kultur noch immer in der Vielfalt gibt, die unser Leben lebenswert macht und die wir gerade jetzt schmerzlich vermissen! Jeder, der gerade seine überwiegende Zeit zu Hause verbringt, fühlt genau, wie das Leben ohne soziale Begegnungen, gemeinsame Kulturerlebnisse und den persönlichen Austausch ist. Das alles sind Dinge, für die wir stehen und kämpfen.
Damit wir nach der Krise auch noch wie gewohnt da sind, werden wir auch dann noch viel Unterstützung von allen Seiten brauchen. Uns ist allen noch mehr bewusst geworden, wie arm das Leben ohne Kultur ist! Wer uns unterstützen möchte, kann zum Beispiel unter www.e-werk.reservix.de/artikel Gutscheine kaufen oder sich an der „Merch-Aktion“ unter www.bemyquarantine.tourhafen.de beteiligen.
Passt auf Euch auf und haltet durch!

Euer E-Werk TeamLiebe Freund*innen,wenige Wochen nur sind vergangen, seit auch in Deutschland die Coronakrise mit allen ihren Konsequenzen angekommen ist. Bei uns im E-Werk wurde der Ernst der Lage – wie wahrscheinlich bei Vielen von Euch auch – schrittweise klar: Hieß es zunächst nur, Veranstaltungen über 1000 Gästen abzusagen, schien das Ganze für uns zwar herausfordernd aber ganz gut machbar. Ein paar Tage später  kamen dann auch die weiteren Veranstaltungen bis 500 Gäste dazu. Parallel begannen auch schon Künstler*innen, ihre Touren abzusagen, oder zu verlegen.
Unser Telefon stand von diesem Moment an nicht mehr still und für uns alle begann eine emotionale Berg- und Talfahrt: Auch unter normalen Umständen hat das Booking von Konzerten und Planen von Veranstaltungen immer mit viel Unsicherheit, Abwarten, Hoffen und Bangen zu tun. Wir geben Angebote für Bands ab, einigen uns auf Deals, reservieren Termine, warten lange auf eine Bestätigung und so weiter. Wenn diese dann kommt ist das oft ein sehr schöner Moment. Ein lautes >>Yeah<< hallt dann auch mal durch das Büro der Programmabteilung...
Jetzt ist durch die Krise unsere monatelange Arbeit innerhalb von einer Woche einfach wie weggewischt. Die Zukunft ungewiss, alle schönen Veranstaltungen, alles, was wir täglich mit Herzblut machen, nicht mehr vorhanden. Stattdessen ist unser Haus, wo sonst das Leben tobt, still und leer. Alle Kolleg*innen im Homeoffice, keine Künstler*innen im Backstage und auf der Bühne. Keine Besucher*innen die im Saal bei einer Party feiern und tanzen, kein Essen und Trinken in der Kellerbühne. Keine Filme im Kino, keine Gruppen und Initiativen, die sich treffen und austauschen. Und und und. Gähnende Leere.
Was zunächst ein bißchen wie ein Dornröschenschlaf klingt, birgt für uns alle viele Sorgen: Da nicht klar ist, ob und wann es weiter geht, viele Kosten aber dennoch weiter laufen, steht auch für das E-Werk, wie für viele andere dieser Zeit, die Existenz auf dem Spiel. Wirklich angekommen ist das bei vielen Leuten aber noch nicht. Oft hören wir in letzter Zeit den Satz: "Ihr als E-Werk, Ihr seid doch sowieso städtisch und müsst Euch keine Sorgen machen." Da sind leider Viele falsch informiert. Obwohl wir als gemeinnützig arbeitende Institution einen Zuschuss von der Stadt Erlangen erhalten, müssen wir jedes Jahr um die 80 Prozent selbst erwirtschaften, damit wir weiter bestehen können.
Dass der Kulturbereich niemanden reich macht, war auch schon vor der Krise klar. Jetzt hat sich die Situation aber noch verschärft: Seit vielen Jahren kämpfen wir ja schon darum, die Mitarbeiter*innen, deren Lohn immer noch deutlich unter Tarif liegt, fairer bezahlen zu können. Nun, da das E-Werk gezwungen ist, Kurzarbeit für alle einzuführen, wird die Lage für viele E-Werk Mitarbeiter noch prekärer, wenn nicht sogar existenzbedrohend. Hier versuchen wir aktuell, die besonderen Härtefälle abzufedern und uns besonders um Kolleg*innen, die bei einer Kürzung auf 60 Prozent des Lohns unter die Hartz-4-Grenze rutschen würden, zu kümmern.
Neben der Kurzarbeit mussten wir auch sehr schnell einen kompletten Ausgabestopp für das ganze Haus beschließen. Daher können wir nur noch Geld ausgeben, wo es unabdingbar ist. Beispielsweise, wenn etwas Wichtiges im Gebäude kaputt geht oder für laufende Verträge, die nicht stornierbar sind. Und auch wir alle sind angehalten, nur das Allernötigste zu arbeiten, damit möglichst wenige Personalkosten entstehen. Wir halten zusammen. Es ist gerade für niemanden leicht, aber wir alle möchten, dass es für das E-Werk nach Corona weiter geht! Ob die Sparmaßnahmen ausreichen, um das E-Werk über die Krise hinweg zu retten, ist noch nicht absehbar und wird auch zu einem großen Teil davon abhängen, wie lange Veranstaltungen noch ausfallen müssen.
Doch darüber, dass die Schließung die einzig sinnvolle Möglichkeit war, um vor der schnellen Ausbreitung des Coronavirus zu schützen, sind wir uns einig. Umso mehr freuen wir uns schon jetzt auf den Moment, wenn die Türen sich wieder öffnen und das kulturelle Leben endlich wieder beginnen kann! Auch in Bezug auf das für Juli geplante Open Air „Kulturinsel Wöhrmühle“ sind wir noch vorsichtig optimistisch. Wir tun alles, um das Haus am Leben zu erhalten und den Betrieb sobald es wieder ungefährlich möglich ist, so schnell es geht hochfahren zu können. Und wir träumen schon jetzt von  vielen wundervollen Abenden, bei denen wir alle ausgelassen gemeinsam mit Euch  im Publikum stehen und das Ende der Krise feiern.  Das gibt uns Kraft und Hoffnung.
Wir fühlen auch mit allen Künstler*innen, Veranstalter*innen und sonstigen Betroffenen, die wie wir gerade kämpfen müssen. Es wird eine Zeit nach der Krise geben. Und wir hoffen sehr, dass es dann Kunst und Kultur noch immer in der Vielfalt gibt, die unser Leben lebenswert macht und die wir gerade jetzt schmerzlich vermissen! Jeder, der gerade seine überwiegende Zeit zu Hause verbringt, fühlt genau, wie das Leben ohne soziale Begegnungen, gemeinsame Kulturerlebnisse und den persönlichen Austausch ist. Das alles sind Dinge, für die wir stehen und kämpfen.
Damit wir nach der Krise auch noch wie gewohnt da sind, werden wir auch dann noch viel Unterstützung von allen Seiten brauchen. Uns ist allen noch mehr bewusst geworden, wie arm das Leben ohne Kultur ist! Wer uns unterstützen möchte, kann zum Beispiel unter www.e-werk.reservix.de/artikel Gutscheine kaufen oder sich an der „Merch-Aktion“ unter www.bemyquarantine.tourhafen.de beteiligen.
Passt auf Euch auf und haltet durch!

Euer E-Werk Team

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