Jazz4Free: Jellici/Baldes' Soundfields

Sonntag, 26. März 2017 20:30 Uhr
Ort:Kellerbühne

Das aktuelle Bandprojekt Soundfields der Schweizer Musiker Johanna Jellici und Jochen Baldes verbindet, jenseits von akademischen Skalenroutinen und technischem Elektrohokuspokus, ganz organisch Electronics und akustische Klangfarben miteinander. Auf ihrem Album „Invisible Door“ erschaffen sie so ihren eigenen Klangkosmos, ihre eigenen „Soundfields“. Felder, nicht Landschaften. Der Begriff ist wichtig, denn er impliziert mehreres: Kontrollierte Offenheit, Spannung mit Widerstand, das Spiel sich anregender Impulse im begrenzten Rahmen. Klangfelder also, nicht Klanglandschaften. „Die Bezeichnung Soundscapes verbinde ich mit einer bestimmten Form der Klangerzeugung und Bearbeitung,“ meint Johanna Jellici, „auch mit Künstlern, die schon lange damit experimentieren“. Soundfields sind da freier, paradoxerweise, obwohl sie auf den ersten Blick einen engeren Rahmen vorgeben. Denn Felder sind eng und weit zugleich. Soundfields seien da freier, paradoxerweise, obwohl sie auf den ersten Blick einen engeren Rahmen vorgäben. Alles kreist und die semantische Zentrifuge der Begrifflichkeiten wirft gerade die Brocken an den Rand, die mit zu viel Bedeutungsschwere gefüllt sind. Johanna Jellici ist Sänger und Soundkünstlerin, außerdem Literaturwissenschaftlerin und Experimentatorin. Sie wuchs in Brüssel, Berlin und Barcelona auf, lebt und lehrt inzwischen in der Schweiz. Jochen Baldes ist Saxofonist und Klarinettist, bildender Künstler und Komponist. Er stammt aus Zürich, ist in der Welt des Jazz unterwegs und hat sich über die vergangenen drei Jahre hinweg mit Johanna Jellici zusammengefunden. Soundfields ist das Resultat des gemeinsamen Näherungsprozesses. Stimme, Text, elektroakustische Bearbeitung treffen auf Saxofon, Struktur, musikalische Vorgaben: Reflektierte vokale Vielfalt ergänzt profunde lyrische Kraft.

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