A Clockwork Orange

Freitag, 17. Februar 2017 20:30 Uhr
Ort:Kino

Kultkino
GB 1971, 134 Min., OmU, Regie: Stanley Kubrick, nach dem gleichnamigen Roman von Anthony Burgess, mit: Malcolm McDowell, Patrick Magee, Adrienne Corri u.a. (FSK 16).
Alex, der den gesamten Film hindurch seine eigene Lebensgeschichte erzählt, ist der Anführer einer Gang in einem trostlosen, in die Zukunft projizierten Vorort von London. Das Leben dreht sich um Gewalt gegenüber Wehrlosen, Schlägereien mit anderen Gangs, Raubüberfälle und Vergewaltigungen. Das Zelebrieren und lustvolle Genießen der Gewaltexzesse steht für Alex im Vordergrund. Beim Einbruch in das Haus einer allein stehenden Frau („Cat Woman“), erschlägt Alex sie mit einer großen Penisplastik brutal. Er wird verhaftet und wegen Mordes zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Bei einem Besuch des Innenministers macht er auf sich aufmerksam und wird prompt als Versuchsobjekt eine neue Therapie auserwählt, um die Resozialisierung von Kriminellen voranzutreiben und so vor allem zur Entlastung der überfüllten Gefängnisse beizutragen.
Alex wird also in die medizinische Anstalt Ludovico überwiesen, wo er immer wieder für einige Stunden mit gewaltsam aufgesperrten Augen verschiedenen brutalen Filmen ausgesetzt wird. Vor den Sitzungen wird ihm ein Serum verabreicht, das beim Anblick von Gewalt starke Übelkeit hervorrufen soll. Dadurch soll er schrittweise dahingehend konditioniert werden, körperliche und sexuelle Gewalt nicht mehr ertragen zu können. Am Ende der 14 Tage dauernden Therapie wird Alex als angeblich geheilt entlassen. Die Auswirkungen der Therapie sind jedoch zwiespältig; beim geringsten Gedanken an Gewaltausübung oder sexuelles Begehren überfallen ihn Übelkeit, akuter Brechreiz und große Schmerzen. Alex ist nun scheinbar wehr- und willenlos. Als unbeabsichtigter Nebeneffekt treten diese Symptome auch beim Hören von Beethovens 9. Sinfonie auf, der Hintergrundmusik während einer der Konditionierungen im Rahmen der Psychotherapie.
Alex wacht schwer verletzt in einem Krankenhaus auf. Er glaubt, sich an eine Gehirn-OP zu erinnern, wird von der Psychiaterin aber beruhigt, dass es nur ein Traum gewesen sei. Er kann nun wieder ohne Schmerzen Beethoven hören. Die Regierung, die wegen der bekannt gewordenen Nebeneffekte von Alex’ Konditionierung in dem laufenden Wahlkampf um ihre Wiederwahl bangt, nutzt dies aus, um vor laufender Kamera mit seiner „Heilung“ auf Stimmenfang zu gehen. Der Film endet mit einer Sexszene im Schnee vor applaudierenden Zuschauern, offenbar eine Vision des von der Musik berauschten Alex, und mit seinen Worten: „Ich war geheilt, all right“.
A Clockwork Orange ist ein typischer Kubrick-Film: Er ist im ersten Moment irritierend und schockierend – doch Kubricks Ablehnung des Establishments kommt auch in diesem Film zum Ausdruck, wenn er der Regierung Machthunger und der Wissenschaft Allmacht unterstellt. In England verbreiteten Jugendbanden wie Rocker, Mods und Skinheads Angst und Schrecken. Zur selben Zeit begannen die Anhänger der Antipsychiatrie, sich gegen die Techniken der psychologischen Konditionierung zu wenden und den Missbrauch der Psychopharmakatherapie anzuprangern, der der Protagonist Alex zum Opfer fällt.“
Die Gesellschaftskritik wird darin am deutlichsten, dass Alex der permanente Verlierer ist; von seinen Droogs (aus dem Russischen von друг = Freund) verraten, als Mörder eingesperrt, als Versuchsobjekt von der Wissenschaft missbraucht, von einem zynischen Schriftsteller als politisches Vehikel eingespannt – und zu guter Letzt entschuldigt sich der Innenminister bei Alex, denn er diente nur dazu, das Image der angeschlagenen Regierung wieder aufzupolieren. Jede Institution tut das aus ihrer Sicht moralisch Richtige, verfolgt dabei aber stets nur die eigenen Interessen auf Kosten des Individuums.

Im „Alex-Style“ gekleidet nur 4,- Euro Eintritt!

Fr 17.2.-20:30, So 19.2.-20:30, Mo 20.2.-19:00, Di 21.2.-18:00

 

 

 

Hier geht´s zu der Kinoprogramm-Download-PDF für Februar


Eintrittspreise:
7,- Euro
6,- Euro ermäßigt für Auszubildende, Studenten, Arbeitslose, Hartz4 Empfänger
0,50 Cent Aufpreis für Filme über 130 Minuten Länge
4,- Euro: Kinder bis 14 J.
4,- Euro: Sneak Preview!
Eintritt frei: "Weitsicht ERlangen" - Die Doku-Filmreihe
7,- Euro: "La dolce Vita" - Kino am Nachmittag" für Kaffee, Kuchen und Kino
1,- Euro weniger mit dem Erlangen Pass.

6er Stempelkarte: Nach sechs Besuchen ist der siebte Eintritt frei!
Die Karte ist nicht übertragbar und gilt nur bei regulären Vorstellungen, nicht bei Sondervorstellungen wie: Weitsicht ERlangen, Sneak, französische Filmtage etc.

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