"Das E-Werk in Erlangen gibt studentischer Kultur Raum"

Interview mit Prof. Dr. Joachim Hornegger (Präsident der FAU)

Wie lange kennen Sie das E-Werk schon?
Da ich in der Region aufgewachsen bin und in Erlangen studiert habe, schon ziemlich lange; vielleicht nicht ganz seit seinen Anfangsjahren, aber doch fast.

Können Sie sich noch an Ihren ersten Besuch im E-Werk erinnern?

Mein erster Besuch im E-Werk war anlässlich einer Faschingsparty.

Was ist für Sie das Besondere am E-Werk?

Die bunte Mischung: Konzerte, Kino, Theater, Tanz, Public Viewing, Kleinkunst, Wissenschaftsfestival, Vorträge und Diskussionen zu aktuellen Themen – es ist für jeden etwas dabei. Mir gefällt auch, dass das E-Werk für viele gesellschaftliche Initiativen und Projekte Raum bietet, die sich so erst einmal in Ruhe entwickeln können. Studieren, Lehren und Forschen, also all das, wofür die FAU steht, wird im E-Werk um das 'Andere im Leben' ergänzt.

Was war Ihr schönstes/ eindrucksvollstes Erlebnis, das Sie im E-Werk hatten?
Großen Spaß hat es mir gemacht, im Rahmen der Science Week 2015 beim Science Slam dabei gewesen zu sein. Junge Leute, die für ihr Forschungsthema brennen und es einem begeisterungsfähigen Publikum mit einem gewissen Unterhaltungsfaktor vermitteln können, werden später auch erfolgreiche Lehrende sein, im Berufsleben andere mitreißen. Die Stimmung im Saal war einfach unglaublich. Soviel Enthusiasmus für wissenschaftlich nicht gerade anspruchslose Kost habe ich selten erlebt.

 Welche Veranstaltung im E-Werk würden Sie besonders empfehlen?
Natürlich die Science Week, bei der FAU und E-Werk gemeinsam ein tolles Programm rund um Wissenschaft auf die Beine stellen!

Welchen Stellenwert hat das E-Werk für Erlangen insgesamt und speziell auch für die Studenten, die hier her kommen?
Aus dem Kulturleben der Stadt ist das E-Werk nicht mehr wegzudenken. Gerade junge Leute haben hier die Möglichkeit, vieles auszuprobieren, nicht nur bei den zahlreichen Veranstaltungen und in den verschiedenen Werkstätten, sondern auch als Impulsgeber mit eigenen Ideen aus dem Kulturbereich. Das E-Werk steht aber auch, wenn jemand das so will, für soziales Engagement sowie politische und gesellschaftliche Reflexion. Und nicht zuletzt ist das E-Werk für manche Studierende in ihren Erlanger Jahren auch einfach nur ihr 'Wohnzimmer'. Last but not least: Das E-Werk ist auch Gastgeber für mehr als eine Semesterparty.

Was wünschen Sie dem E-Werk zum 35. Geburtstag für die Zukunft?
Na, das lässt sich kurz machen: einfach nochmal weitere so erfolgreiche dreieinhalb Jahrzehnte, wie es die letzten schon waren. Dass den Verantwortlichen des E-Werks dafür die Impulse nicht ausgehen werden, dessen bin ich mir sicher!

Vielen Dank für das Gespräch!